Bundestrainer Joachim Löw gab am Samstag in der Halbzeitpause des Spiels Bayer Leverkusen gegen Bayern München ein Statement zum Thema Kevin Kuranyi ab. Bisher hatte der der Bundestrainer zu einem möglichen Comeback des Schalker-Angreifers kein Wort verloren.
Kuranyi hat vor 18 Monaten während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland unerlaubt und aus Frust das Dortmunder Stadion verlassen. Aufgrund dieses Vorfalls gab Löw bekannt, dass Kuranyi unter seiner Ära in der Nationalmannschaft nicht mehr zum Einsatz kommen werde.
Kevin Kuranyi spielt jedoch eine außerordentlich starke Saison und hat mit 18 Ligatoren gute Chancen auf den Titel des besten Torjägers in dieser Saison in der Bundesliga. Einzig Nationalspieler Stefan Kießling kann mit einer ähnlichen Leistung mithalten. Die deutschen Nationalspieler Lukas Podolski, Cacau, Miroslav Klose und Mario Gomez kommen entweder nur sporadisch zum Einsatz oder vermissen die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.
In den letzten Wochen gab es immer wieder Prominente – darunter Franz Beckenbauer – die Löw zum Nachdenken anstifteten. In den Medien hieß es, dass es fatal wäre einen der besten deutschen Stürmer nicht zum Turnier mitzunehmen. So sagte Löw am Samstag:
Kuranyi spielt eine gute Saison, das nehmen wir zur Kenntnis. Es wäre falsch zu sagen, wir machen uns keine Gedanken, weil Kevin Kuranyi eine gute Saison spielt. Wir werden für uns auch die richtige Entscheidung treffen und dann werden wir sie rechtzeitig – das heißt vor der Nominierung – bekannt geben.
Weiter gab der Bundestrainer bekannt, dass eine Entscheidung in dem Fall bis zum 6. Mai – Stichtag zur Nominierung des WM-Kaders – fallen wird. Am Montag trifft sich Joachim Löw zu einem dreitägigen Aufenthalt im Schwarzwald mit Co-Trainer Hansi Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Chefscout Urs Siegenhaler. Dort wird dieses Thema zur Sprache gebracht und beraten.


