Am Freitag hat FIFA-Präsident Joseph S. Blatter die offiziellen Bewerbungsunterlagen für die Ausrichtung der WM 2018 und WM 2022 entgegengenommen. Insgesamt neun Kandidaten erschienen im Hauptquartier der FIFA und überreichten ihre Bewerbungen: England, Australien, Niederlande und Belgien, Japan, Südkorea, Katar, Russland, Spanien und Portugal sowie die USA.
Für das Mutterland des Fußballs überreichte Megastar David Beckham das Dossier mit den folgenden Worten: “Wir bringen viel Leidenschaft für diese Sportart mit, und mit viel Leidenschaft wollen wir auch das größte Sportereignis in unser Land bringen”. Der neue britische Premierminister David Cameron unterstrich derweil die Unterstützung der Regierung sowie die enorme Bedeutung des Events für England und telefonierte bereits am vorherigen Donnerstag mit Blatter. Zuletzt war England 1966 Ausrichter eine WM-Endrunde – und gewann den bisher einzigen Weltmeistertitel.
In Namen der Niederlande und Belgien versprach Ruud Gullit eine grüne Weltmeisterschaft, sofern die deutschen Nachbarländer den Zuschlag erhielten. So sagte Gullit, der niederländische Europameister von 1988: “Die WM wird in 14 wirklich grünen Stadien ausgetragen. Wir werden den Fans aufgrund der kurzen Wege einen freien öffentlichen Transport und zwei Millionen kostenlos zur Verfügung gestellte Fahrräder bieten”.
Selbstbewusst übergab auch die USA ihre Bewerbungsunterlagen. Die USA war zuletzt 1994 Ausrichter der Fußball WM. Der Präsident der United States Soccer Federation (USSF), Sunil Gulati sagte: “Ich weiß nicht, wie jemand anderes den technischen Standard erreichen kann, den wir bieten”. Insbesondere betonte Gulati die finanzielle Unabhängigkeit, da das Turnier ohne Investitionen in die Infrastruktur sowie ohne Unterstützungen der Regierung veranstaltet werden könne.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die WM 2018 wieder nach Europa kommt. Nach der WM 2010 in Südafrika und 2014 in Brasilien ist es eher unwahrscheinlich, dass die Endrunde an Asien oder Nordamerika geht. Wo die WM 2022 statt findet, ist indes noch völlig offen.
Eine Entscheidung über die Gastgeber der WM-Endrunden 2018 und 2022 gibt das Exekutivkomitee der FIFA mit Mitgleid Franz Beckenbauer am 2. Dezember 2010 bekannt.



{ 1 trackback }