Die deutsche Nationalelf wird vom Verletzungspech verfolgt. Nach dem WM-Aus von Kapitän Michael Ballack und Christian Träsch, fällt nun auch Heiko Westermann mit einer Kahnbeinfraktur aus. Damit fehlt Joachim Löw bereits der dritte Spieler für die strategisch wichtige Position vor der Abwehr.
Im gelungenen Test gegen Ungarn zog sich Westermann
kurz vor Ende der Partie eine Verletzung im linken Fuß zu. Die Verletzung habe sich in der Nacht durch Schmerzen bemerkbar gemacht, eine Kernspin- und Computertomografie im Krankenhaus von Bozen brachte dann die Gewissheit.
Joachim Löw sagte der Presse:
Da werden die Sorgenfalten natürlich noch größer. Heiko hätte bei der WM eine wesentliche Rolle in unserem Team gespielt. Er wäre auf Grund seiner Vielseitigkeit für uns wichtig gewesen.
Heiko Westermann kann sowohl in der Viererkette als auch auf der Sechser-Position eingesetzt werden. Mit Ballack, Adler, Träsch, Rolfes und Westermann fehlen dem Bundestrainer bereits fünf wichtige Spieler bei der WM in Südafrika.
Rund zwei Wochen vor dem WM-Auftakt muss Joachim Löw seine Pläne ändern. Löw sei mit viel Tatendrang aus Budapest zurückgekehrt und war froh, dass nun das Training mit dem kompletten Kader stattfinden könne:
Diesen Tag habe ich jetzt schon eine ganze Weile herbeigesehnt, dass endlich alle zusammen trainieren. Es ist wichtig, dass jetzt ab Montag auch Schweinsteiger, Müller, Lahm einsteigen. Jetzt geht es darum, gesamtheitlich einige Dinge einzustudieren.
Einzig die Entscheidung, welche Spieler Löw aussortieren wird, ist damit leichter geworden. Der Kader der deutschen Nationalelf umfasst derzeit nur noch 24 Spieler. Demnach muss Joachim Löw am kommenden Dienstag nur noch einen Spieler nach Hause schicken. Durch den Ausfall Westermanns wird die Entscheidung Löws maßgeblich beeinflusst.
Löw sei angeblich unsicher, ob Marcell Jansen nach langer Verletzungspause einer WM gewachsen ist. Allerdings ist Jansen ein Defensivspieler und genau diesen kann der Bundestrainer nun gut gebrauchen.


